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Die verborgene Architektur des Lebens

  • Was siehst du?
    Ein buntes Porträt menschlicher Nervenzellen, aufgenommen mit der sogenannten Cell-Painting-Technik. Sie macht mehrere Zellstrukturen gleichzeitig sichtbar und zeigt, wie komplex das Innere jeder einzelnen Zelle aufgebaut ist.
  • Blau: Zellkern
    Grün: endoplasmatisches Retikulum
    Rot: Mitochondrien
    Gelb: verschiedene Zellstrukturen, darunter Zellmembran, Golgi-Apparat und Zytoskelett

  • Wo kommt es vor?
    Nervenzellen kommen im gesamten Nervensystem vor, unter anderem im Gehirn und im Rückenmark. Diese menschlichen Nervenzellen wurden im Labor gezüchtet.

  • Größe
    100–150 Mikrometer (µm)
     ≈ doppelt so breit wie ein menschliches Haar

  • Was verrät uns diese Aufnahme?
    Die Aufnahme zeigt, wie präzise eine Zelle organisiert ist. In ihrem Inneren arbeiten zahlreiche Strukturen auf engstem Raum zusammen.

  • Was ist das Besondere daran?
    Mit Cell Painting entsteht von jeder Zelle ein detaillierter biologischer „Fingerabdruck“. So lassen sich gesunde und erkrankte Zellen vergleichen und selbst kleinste Veränderungen durch Krankheiten oder Medikamente erkennen.

  • Wie ist diese Aufnahme entstanden?
    Die Aufnahme entstand mit einem Konfokalmikroskop. Es nutzt Laserlicht, um hochauflösende Bilder vom Inneren der Zellen zu erzeugen.

  • Aufnahme: Eurac Research / Martin Lang, Molekularbiologe

  • Was wollen die Forschenden herausfinden?
    Die Forschenden untersuchen, wie Krankheiten die innere Organisation von Zellen verändern und ob mögliche neue Therapien ihre gesunde Funktion wiederherstellen können.

Die Geschichte hinter dem Bild

Auf den ersten Blick wirkt diese Aufnahme wie ein buntes abstraktes Gemälde. Tatsächlich steht jede Farbe für einen anderen Teil einer lebenden Zelle. Gemeinsam ergeben diese Strukturen einen einzigartigen biologischen Fingerabdruck. Er verrät den Forschenden, wie gesund eine Zelle ist, wie sie auf ihre Umgebung reagiert und ob mögliche neue Wirkstoffe anschlagen.

Credits: Eurac Research / Martin Lang