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Ein winziger Planet aus Nervenzellen
- Was siehst du?
Eine dreidimensionale Kugel aus menschlichen sympathischen Nervenzellen. Die Zellen haben sich zu einer kompakten, runden Struktur zusammengelagert. - Blau: Zellkerne
Grün und Rot: Sympathische Nervenzellen und ihre Fortsätze
- Wo kommt das vor?
Diese Aufnahme zeigt menschliche sympathische Nervenzellen, die im Labor zu einer dreidimensionalen Struktur herangewachsen sind. Im Körper sind sympathische Nervenzellen Teil eines Netzwerks, das vom Rückenmark zu vielen Organen führt – auch zum Herzen.
- Größe
Etwa 500 Mikrometer im Durchmesser
≈ 6 menschliche Haare nebeneinander
- Was verrät uns diese Aufnahme?
Menschliche sympathische Nervenzellen können in einer kompakten 3D-Struktur zusammenwachsen und ein dichtes Geflecht aus Fortsätzen bilden. An solchen Strukturen können Forschende untersuchen, wie Nervenzellen wachsen, Verbindungen knüpfen und mit anderen Zellen kommunizieren.
- Was ist das Besondere daran?
Sympathische Nervenzellen helfen dem Körper, sich an unterschiedliche Situationen anzupassen. Müssen wir schnell reagieren, können sie das Herz schneller schlagen lassen und den Körper auf Kampf oder Flucht vorbereiten.
- Wie ist diese Aufnahme entstanden?
Mit einem High-Content-Imaging-Mikroskop bei 20-facher Vergrößerung.
- Aufnahme: Eurac Research / Federica Cavion – Zellbiologin
- Was wollen die Forschenden herausfinden?
Forschende wollen im Labor kompakte, ausgereifte 3D-Strukturen aus sympathischen Nervenzellen züchten und mit Herzgewebe verbinden. So können sie untersuchen, wie Nerven- und Herzzellen miteinander kommunizieren.
Die Geschichte hinter dem Bild
Unser Herz arbeitet nicht allein. Nervenzellen senden ständig Signale und beeinflussen damit, wie schnell und wie kräftig es schlägt. Um diese verborgene Kommunikation zu erforschen, züchten Forschende menschliche sympathische Nervenzellen in dreidimensionalen Strukturen und verbinden sie im Labor mit Herzgewebe. Dieser winzige „Planet“ aus Nervenzellen hilft Forschenden, die Verbindung zwischen Nervensystem und Herz im Labor nachzubilden und ihr Zusammenspiel besser zu verstehen.
Credits: Eurac Research / Federica Cavion
